Gesamtfeuerwehrübung auf dem Dudelhof
Im Ernstfall zu wenig Löschwasser
Das Zusammenspiel der drei Feuerwehrabteilungen Steinheim, Söhnstetten und Sontheim im Stubental mit den beiden Rotkreuz-Bereitschaften Söhnstetten und Steinheim ist ein Ziel bei der jährlichen Großübung. Das andere Ziel: Es geht um die Überprüfung der Löschwasser-Verhältnisse. Und da hapert es auf dem Dudelhof, der zu Söhnstetten gehört.
Am Sonntag 28 April, das April-Schmuddelwetter hatte sich verzogen – wurde im Hof Bühner auf dem Dudelhof ein umfassender Stall- und Scheunenbrand angenommen. Insgesamt fünf Personen galten als im Rauch eingeschlossen. Eine Übungspuppe wurde lange vermisst, weil sie – so die Übungsanahme – unter eingestürzten Balken im künstlichen Theaternebel zunächst nicht gefunden wurde.
Mit neun Fahrzeugen rückten die Feuerwehren aus Steinheim, Söhnstetten und Sontheim an. Das Rote Kreuz baute im sicheren Abstand zum „Brandgeschehen“ einen Hauptverbandsplatz auf. Kommandant Ulrich Weiler und Abteilungskommandant Jochen Göggelmann (Söhnstetten) leiteten mit Unterstützung der Abschnittskommandanten den Einsatz, der von zahlreichen Bürgern beobachtet worden war.
Der Dudelhof hat es in sich. Eine Hunderter-Leitung führt vom Steinbruch Wager hinauf. Wenn im Steinbruch viel Wasser gebraucht wird, sitzen die Dudelhöfer schier auf dem Trockenen, machte Landwirt Bühner deutlich. Am Ortsrand befindet sich ein unterirdischer Löschteich – vermutlich aus den 1950er Jahren. Keiner kennt so richtig das tatsächliche Speichervolumen. Es scheint, dass eben dieses Reservoir durch Oberflächenwasser gefüllt wird.
Alle Steinheimer Löschfahrzeuge, die entsprechend Wasser im Bauch haben, bringen für den Erstschlag 8000 Liter mit. Bis die nach 25 Minuten verspritzt sind, müssen zwei jeweils 300 Meter lange Schlauchleitungen zwischen dem Löschteich und dem Brandort liegen. Sowie die zwei TS-8-Pumpen laufen. Da sind mit dem Aufbau schon 20 Minuten vorbei.
Das Fazit von Kommandant Ulrich Weiler: „Das wird eng. Im Ernstfall müssten wir die Tanklöschfahrzeuge aus Gerstetten, Böhmenkirch und Heidenheim anfordern und einen Pendelverkehr einrichten“. Dies sei angesichts eines schmalen Feldwegenetzes alles andere als einfach. Dennoch: Mit einiges an Improvisation konnte bei dieser Großübung der „Brand“ auf dem Dudelhof mit Wasser aus acht Rohren (oder 1800 Liter Wasser pro Minute) niedergerungen werden. Aber jeder Brand sieht anders aus, auch die Bedrohung für Nachbargebäude.
Knapp 80 Feuerwehrleute und zwölf Sanitäter waren im Einsatz. Ihnen bescheinigte Bürgermeister Holger Weise bei der Manöverkritik professionelles Arbeiten und insgesamt eine prima Zusammenarbeit. Im Blick auf die Wasserverhältnisse versprach der Schultes Abhilfe: „Wir werden alsbald im Gemeinderat darüber beraten“. DRK-Bereitschaftsleiter Torsten Schäch beschrieb noch einmal das Verletztenbild und war mit der Übergabe der Opfer durch die Atemschutzgeräteträger zufrieden.












